Einmal ist keinmal, oder warum der erste Job nicht der letzte sein wird

Die letzten Tage und Wochen waren reichlich turbulent und haben meine Aufmerksamkeit voll und ganz in Anspruch genommen. Doch jetzt finde ich endlich mal wieder ein paar Minuten, um mich meinen Blog zu widmen.

Neben sehr viel „Zukunftsplanung“ habe ich mich nämlich auch mal wieder mit alten Freunden und Bekannten getroffen und da ist mir etwas aufgefallen: Alle Leute, die ich traf, haben vor einiger Zeit ihren ersten Job nach Ausbildung oder Studium angetreten. Ganz unabhängig voneinander erzählten sie mir alle das Gleiche: Dass es ihnen ganz gut gefalle, dass die Arbeit Spaß mache, aber dass es noch nicht so ganz das Richtige sei. Dass da irgendwie noch mehr kommen muss.

Während der Schulzeit und des Studiums hatte ich immer den Eindruck, dass die Berufswelt ein hochkomplexes, hochprofessionelles Gebilde sei, in dem man sich mit Mengen an Fachwissen, Verhandlungsgeschick und Können beweisen muss. Dann kam der erste Job und damit die Erfahrung, dass das Tagesgeschäft eines Unternehmens aus vielen immergleichen Routineaufgaben besteht (natürlich nicht ausschließlich!), für die man das mühsam angelernte Wissen gar nicht braucht.

Ich glaube, keiner in unserer Generation kann sich vorstellen, ein Leben lang den gleichen Job in der gleichen Firma zu machen. Anstatt sich auf den ganzen Marmorkuchen zu freuen, hätten wir lieber nur ein Stück davon, dazu gern aber noch ein Stück Schokotorte. Und Himbeere-Sahne. Und vielleicht auch Marzipan. Manchmal ist leider auch nur ein trockener Keks dabei, aber der ist ja schnell runtergekaut. Vielleicht liegt es an den vielen Möglichkeiten, die wir haben, vielleicht auch am ewigen Selbstoptimierungswahn, dass es uns schwerfällt, mit dem „Erstbesten“ gleich zufrieden zu sein. Vielleicht haben wir auch eine größere Sehnsucht nach Erlebnissen und Erfahrungen und sind einfach ein wenig experimentierfreudiger als die Generationen vor uns…

Fest steht jedoch, dass es nicht schlimm ist, den ersten Job nach einiger Zeit zu schmeißen. Viele können es sich gar nicht aussuchen, da befristete Verträge für Berufseinsteiger nicht selten sind. Und selbst, wenn die Entscheidung, einen sicheren, unbefristeten Job zu kündigen für viele ältere Menschen schier unverständlich ist, ist es dennoch kein Drama und mittlerweile keine Seltenheit mehr. Jede Lebensphase beinhaltet nunmal andere Wünsche und Bedürfnisse und wie heißt es so schön: „Stillstand ist Rückschritt“

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