Geteilter Spaß ist doppelte Freude – Sind wir bereit, alles zu teilen?

Liebe Leserinnen und Leser,

ja, es gibt mich noch, keine Sorge. Warum ich in letzter Zeit nicht so viel Zeit und Motivation hatte, mich hier zu melden, schreibe ich am Ende dieses Beitrags.

Doch jetzt erstmal zu einem Thema, das mich in den letzten Tagen und Wochen immer öfter beschäftigt hat: Das Teilen. Klar, ich bin etwas spät dran, mich damit zu befassen, schließlich war die „Shareconomy“ schon 2013 Top-Thema auf der CeBit. Doch erst jetzt hat mich das Thema privat so richtig erwischt: Ich habe mich bei einem Carsharing-Anbieter angemeldet.

Ein eigenes Auto war für mich noch nie eine reizvolle Vorstellung. Ich komme zwar aus einer „Autostadt“, in der ein eigenes Auto zum 18. Geburtstag  zur Grundausstattung gehört, doch ich wollte nie eins haben. Allein die Kosten haben mich immer abgeschreckt und irgendwie bin ich bis jetzt auch immer mit Bus und Bahn überall hingekommen. Jetzt werde ich in eine Großstadt ziehen und dort kommt mir der Besitz eines Autos eher als Belastung denn als Symbol der Freiheit vor: zeitraubende Parkplatzsuche, teure Parkgebühren, Rush-Hours, Stop-and-go, Staus und dazu noch die hohen Benzinkosten. Nein danke. Warum auch, wenn ich mit einer Monatskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel für unter hundert Euro im Monat überall hinkomme und der Supermarkt sowieso 200 Meter von der eigenen Haustür entfernt ist? Und längere Reisen finde ich im ICE sowieso bequemer.

Warum also jetzt Carsharing? Tja, manchmal gibt es sie dann doch, die Gelegenheiten, wo man weiter fahren UND noch etwas transportieren muss. Besonders dann, wenn man gerade umgezogen ist und so manche „Kleinigkeit“ von gewissen schwedischen Einrichtungshäusern braucht. Dafür ist es in meinen Augen eine superpraktische Angelegenheit: Per App ein Auto suchen, Kärtchen dranhalten, PIN eingeben und los geht’s! Ich bin sehr gespannt auf die erste Fahrt!

Einfach losfahren!
Baby, you can drive my car!

Auch wenn es momentan so gehypt wird, ist Teilen ja nicht wirklich was Neues in unserer Gesellschaft. Wer hat schließlich noch nicht Bücher und Filme mit Freunden ausgetauscht oder beim Nachbarn Bohrmaschine/Rasenmäher/Heckenschere ausgeliehen? Was das Internet jetzt ermöglicht, ist, dass wir auch mit komplett Fremden teilen können. Das Vertrauen, was bei Freunden und Nachbarn quasi inklusive ist, muss jetzt natürlich irgendwie anders hergestellt werden. Schließlich will man ja auf einer schönen, sauberen Couch surfen und seine Bohrmaschine nicht in Einzelteilen zurückbekommen. Bewertungsmöglichkeiten helfen hier sicherlich weiter, trotzdem ist immer ein bisschen Nervenkitzel dabei (finde ich zumindest). 😉

Trotzdem denke ich, dass  – auch wenn Besitz in unserer Generation vielen nicht mehr so wichtig ist – wir nicht bereit sind, wirklich alles zu teilen. Auch wenn wir unsere persönlichen Fotos und Gedanken über Facebook und Instagram teilen, möchte ich immer noch mein Smartphone für mich alleine haben. Einige Dinge sind dann doch einfach privat.

Was würdet ihr ohne Probleme mit anderen teilen, was nicht? Was habt ihr generell schon für Erfahrungen mit dem Teilen gemacht? Bookcrossing (will ich auch unbedingt noch ausprobieren), Couchsurfing, Wohnungssuche oder gar -vermietung über Airbnb (hab da grad mal ein bisschen durchgeklickert, das macht ja echt Spaß!)? Ich bin gespannt auf eure Erfahrungsberichte!

Der Trend zum Teilen ist mittlerweile sogar in meinem Heimatörtchen angekommen. Heute morgen berichtete die Regionalzeitung stolz, dass eine alte Telefonzelle als öffentliches Bücherregal umfunktioniert werden soll und ehrenamtliche Bücherpaten gesucht werden, die nach dem Rechten sehen. Ich finds super, auch wenn ich es nicht mehr mitbekommen werde.

DENN: Am 1. Oktober trete ich meine neue Stelle als PR-Trainee bei Hotwire PR in München an! Nach der langen Zeit mit einem nicht so zufriedenstellenden Job, dem zeitfressenden Gependel zur Arbeit und der seit drei Jahren andauernden Fernbeziehung freue ich mich riesig darauf und bin davon überzeugt, dass nun endlich alles gut wird. Und in München gibt es so viel zu entdecken und so viel Inspiration, dass ich sicherlich auch hier wieder öfter zu Wort kommen werde. Ich freu mich drauf!

In Schwabing kann man auch Bücher tauschen.
In Schwabing kann man auch Bücher tauschen. 🙂
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Geteilter Spaß ist doppelte Freude – Sind wir bereit, alles zu teilen?

Ein Gedanke zu “Geteilter Spaß ist doppelte Freude – Sind wir bereit, alles zu teilen?

  1. in münchen ist verkehrsmittel nummer eins immer noch das fahrrad, ein Rad ist fast Pflicht und man ist am schnellsten damit in der Stadt unterwegs. Dann die Öffentlichen und wenn ich dann immer noch zu faul bin nutze ich das Angebot von Drive now sehr gerne 😉 Airbnb nutze ich auch gerne, wenn auch nur von Mieter-Seite aus im Urlaub. Viel Spaß beim Start in München, lg *thea

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