Urlaub versus Reise – Generation Y unterwegs

Urlaub

Hallo Welt
ich „leide “ momantan an akuter Ideenlosigkeit und habe immer öfter das Gefühl, dass sich mein Blog vom eigentlichen Generation (wh)Y-Konzept entfernt. Doch ein Thema, um wieder zurück zu den Ursprüngen zu gelangen, will und will mir einfach nicht einfallen. Andererseits kann man alles ein wenig durch die Generation Y-Klischee-Brille betrachten, daher heute ein Thema, das mich gerade sehr beschäftigt: Urlaub & Reisen.

Seit sehr sehr langer Zeit bin ich nicht mehr „so richtig“ verreist – heißt für mich: Ein anderes Land, eine neue Stadt sehen, Eindrücke sammeln, das Gefühl haben, ganz woanders zu sein, Sorgen, Alltagstrott und Routine hinter sich zu lassen und sich vollkommen für etwas Neues öffnen.

Beim Rumgooglen zu diesem Thema bin ich auf einen Artikel auf Zeit.de gestoßen, der sich mit der reisenden Generation Y befasst: Eine junge Frau Anfang 20 fühlt sich von den ganzen Backpackern und Weltenbummlern unter Druck gesetzt und hat das Gefühl, sich dafür rechtfertigen zu müssen, dass sie sich lieber im Strandkorb an der Nordsee erholt anstatt neben dem asiatischen Reisfeld auf der Isomatte zu schlafen und die dreckige, laute Welt zu entdecken.

Leider kann ich ihre Argumentation nicht so wirklich nachvollziehen, denn weder kenne ich Menschen, die monatelang durch die Welt gebummelt sind, noch habe ich mich jemals unter Druck gesetzt gefühlt, dies zu tun oder mich für einen Urlaub an der Nordsee zu schämen. Aber vielleicht ist das mit Ende 20 ja auch schon etwas anderes als mit Anfang 20…

Nizza

Was in den Kommentaren unter dem Artikel allerdings sehr schön deutlich wird, ist, dass es einen Unterschied zwischen Urlaub und Reisen gibt. Urlaub dient der Erholung, dem Müßiggang, manchmal auch dem Frönen der Langeweile. Aus diesem Grund wünscht man sich für den Urlaub ein möglichst angenehmes Umfeld: Sonne, Strand und Meer, eine schöne Unterkunft, gutes Essen, vielleicht sogar Wellness und ein Hauch von Luxus.

Das Reisen dagegen soll das Fernweh stillen, die hungrigen Augen mit neuen Bildern und Perspektiven sättigen und den vielzitierten Horizont erweitern. Und ja, Reisen kann sehr anstrengend sein, Unangenehmes mit sich bringen und einen an die eigenen Grenzen bringen. Dies kann sowohl in der nächsten Großstadt als auch am anderen Ende der Welt passieren.

Berlin

Das Bedürfnis, nach der Schule erst einmal den Rucksack zu packen und in die große weite Welt loszuziehen, ein fremdes Land und sich selbst zu entdecken, kann ich absolut nachvollziehen. Jedoch denke ich nicht, dass dies ein „Muss“ ist – nicht jeder hat dieses Bedürfnis. Während des Studiums mangelt es dann häufig am Geld, um groß zu verreisen oder Urlaub zu machen. Wenn, dann vielleicht gemeinsam mit der Familie.

Köln

Fazit meiner kleinen Gedankenreise: Reisen ist scheinbar ein Thema, das sich nicht über den Generation Y-Kamm scheren lässt, da es einfach viel zu sehr von persönlichen Vorlieben und Bedürfnissen, dem Geldbeutel und der aktuellen Lebenssituation abhängig ist. Ein junger Mensch, der gerade Abitur gemacht hat, zieht die Abenteuerreise mit Rucksack auf einem fremden Kontinent vielleicht eher vor als jemand, der nach einem anstrengenden Arbeitsjahr einfach mal ausspannen will – oder vielleicht gerade durch die fremden Eindrücke neue Energie tanken will!? Urlaub kann auch am Baggersee um die Ecke erholsam sein (siehe Foto oben, es war ein herrlicher Tag), eine Reise in die nächste Großstadt kann ein unvergessliches Abenteuer werden – das Wichtigste ist meines Erachtens, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen.

Ich für meinen Teil hätte demnächst gern eine Mischung aus beidem: abenteuerliches Neu-Entdecken und Erholung. Wie man auf meinen Fotos sieht, gern am Wasser.

Nordsee

Falls ihr euch gern an fremde Orte träumt, dann sei euch Lyras Blog ans Herz gelegt, auf dem sie momentan aus Chile berichtet. Mit ihren Texten fängt sie auf wunderschöne Art und Weise Stimmungen und Momente ein und versteht es, in allem das Besondere zu entdecken.

Zum Schluss noch ein bisschen passende musikalische Untermalung vom guten alten Franky-Boy:

Unterschrift

PS: Nächste Woche geht’s ins Reisebüro!!!

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Urlaub versus Reise – Generation Y unterwegs

6 Gedanken zu “Urlaub versus Reise – Generation Y unterwegs

  1. Liebe Christiane, ich freu mich wirklich, dass dich mein Blog inspiriert, danke!
    Mein Gedanke zum Reisen: Nicht die Entfernung des Ziels oder die Zahl an Ländern, die man gesehen hat, sagen wirklich etwas über die Reiseerfahrung aus (geschweige denn über die Weltoffenheit eines Menschen!). Sondern wie man daran gewachsen ist, was man gelernt hat. Wem man begegnet ist. Was es in einem bewegt hat. Ob an der Nordsee oder in einem Reisfeld in Thailand. Mit offen, unvoreingenommenen Sinnen reist es sich am intensivsten. Und erholen darf man sich dabei mitunter natürlich auch :).

  2. Ich glaube, ich brauche so ziemlich beides, also Urlaub und Reise. Oftmals versuche ich das miteinander zu kombinieren, wenn es der Geldbeutel zulässt. Ich habe mir vor einiger Zeit eine Weltkarte aufgehängt und mit Pins versehen. Rot steht für «möchte ich noch hin», Blau für «war ich schon», so behalte ich meine Reiseziele im Auge und freue mich über jeden neuen roten Pin.

    1. Das ist auch eine gute Idee! Ich habe einen Ordner, wo ich alle möglichen Reisetipps aus Zeitschriften ausschneide und nach Destination sortiert einhefte. So kann ich immer mal wieder durchblättern und neue Ideen bekommen.

      1. Das hatte ich auch mal. Leider musste ich aber feststellen, dass diese Tipps rasch veralten und oftmals ein Kaffee zum Beispiel gar nicht mehr existiert. Wenn ich Reisen plane, dann nur noch via Forsquare. 🙂

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