Print lebt! Vom Blog zum Buch

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Hallo Welt

mittlerweile hat ja fast jeder einen Blog. Jeder kann mit Instagram & Co. vorzeigbare Fotos machen und mit der Handy-Kamera Filmchen aufnehmen. Wo man früher teures Equipment brauchte oder Journalist sein musste, reichen heute Smartphone und Laptop, um seine Gedanken und Ideen festzuhalten und mit der ganzen Welt zu teilen. Das Internet fasziniert und und bietet (gottseidank und leider) jedem die Möglichkeit, zu publizieren. Zu gefühlt jedem Thema gibt es mittlerweile einen Blog oder sogar gleich eine ganz eigene „Blog-Welt“.

Doch mit dem Erfolg einiger Blogs beziehungsweise Blogger kam das Papier zurück. Man denke nur an die Mode-Blogger-Szene, in der oft die Trends entstehen, die dann später von den Modezeitschriften aufgegriffen werden. Das fing an mit der Streetstyle-Fotografie und ist mit Blog-Tipps und Lieblingsblog-Rubriken sicher noch lange nicht vorbei. Im Dezember 2014 kam mit „I like Blogs“ das erste Magazin in den Zeitschriftenhandel, dessen Inhalte zu 99% aus Blogs übernommen wurden. Eine Zeitschrift für 4,80 Euro mit Inhalten, die ich kostenlos im Internet lesen und anschauen könnte.

BlogMagazin

Mittlerweile gibt es von fast jedem bekannten Blog auch ein Buch: Kochbücher, Einrichtungsbücher, Modebücher, Meinungsbücher, Reisebücher, Kolumnen und sicherlich noch vieles mehr. Doch was ist so faszinierend am „geduldigen Papier“, wenn man doch das moderne, freie und schnelle Internet hat? Warum gibt man Geld für ein Buch oder eine Zeitschrift aus, wenn man das ganze auch kostenlos im Internet nachlesen kann, wo es immer wieder erneuert, aktualisiert und erweitert wird?

Vielleicht ist es genau diese Langsamkeit, Beständigkeit, die fasziniert: Papier, kann man anfassen und besitzen. Manchmal ist es doch schöner, auf dem Sofa oder im Bett zu sitzen und ein Buch in den Händen zu halten, darin vor- und zurückzublättern, es ins Regal zu stellen und es immer mal wieder herauszuholen. Ich mag Bücher sehr und nehme mir viel mehr Zeit und Muße, sie zu lesen und anzuschauen, als bei Blogs, die ich schnell mal zwischendrin auf dem Smartphone „konsumiere“ – Fast Reading quasi. Und manchmal – beispielsweise im Falle von Rezepten – finde ich ein Buch einfach praktischer, um es mit in die Küche zu nehmen, als den Laptop oder das iPad. Im Falle der Zeitschrift geht es mir weniger um die einzelnen Artikel selbst, sondern deren Zusammenstellung. So kann ich neue Blogs, die ich von selbst nicht gefunden hätte, entdecken und in einer neuen Blog-Welt stöbern – im Internet ist die Flut der Blogs einfach viel zu groß dazu.

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Und aus Blogger-Sicht? Ein gedrucktes Werk ist realer und beweist, dass man nicht den x-ten beliebigen Mode-, Koch-, Back-, oder Einrichtungsblog betreibt, sondern es geschafft hat, eine große Leserschaft und auch einen Verlag für sich zu gewinnen. Schon schmeichelhaft, nicht wahr?

Wie steht ihr dazu? Habt ihr schonmal ein „Blog-Buch“ oder ein „Blog-Magazin“ gekauft oder haltet ihr das für großen Mumpitz? Was schätzt ihr an Blogs, was am Papier?

Ich freue mich auf eure Berichte!

Unterschrift

PS: Falls die Bücher euer Interesse geweckt haben, hier noch die dazugehörigen Blogs (von oben nach unten):

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Print lebt! Vom Blog zum Buch

3 Gedanken zu “Print lebt! Vom Blog zum Buch

  1. Ich habe lediglich das Buch von Zoe Sugg gelesen, die ja eigentlich Youtuber ist aber in erster Linie mit einem Blog gestartet hat. Bücher sind halt tatsächlich greifbarer aber beispielsweise lese ich alles im Internet nach, weil ich ala Student selbst am Papier sparen muss ;D

  2. Ich habe „Das große Los“ gelesen, und erst im Buch erfahren, dass die Autorin während ihrer Reise gebloggt hat – Wie eine Wohnung ein ZuHause wird, habe ich mir tatsächlcih gekauft weil ich den Blog lese, mich gerade das Thema interessiert und dann einfach eine Autrin dich ich gefühlt etwas ‚kenne“ unterstützen wollte. Ich finde Kombination von Interne und Papier super und mag beides sehr gerne! lg

    1. Stimmt, das ist ein guter Punkt! Man hat das Gefühl, den Blogger zu kennen, da man regelmäßig persönliche Einblicke in sein/ihr Leben hat. Da ist man dann sogar ein bisschen stolz… irgendwie 😉

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